New Year, New You

Schon mal drüber nachgedacht, was Du wirklich gerne trägst und was Dir wirklich steht? Was für Kleider und Accessoires würden sich in Deiner ganz persönlichen Boutique finden?

sowas? oder eher sowas? oder

ganz was anderes?  oder das?

Für mich sind diese Bilder ein guter Durchschnitt: ich mag Drapierungen, Asymetrisches, Kunstpelz, Ansteckblumen, Schmuck so generell, außerdem bin ich bekennende Kleid-Trägerin (reine Faulheit – 1 Kleid, 1 Paar Schuhe, 1 Tasche, Ohrringe – fertig angezogen!).

Werde ich daran in nächster Zeit was ändern? Nichts Grundlegendes – aber kleine Updates gibt es jedes Jahr. Ich versuche meine Garderobe grundsätzlich klein zu halten – wenn etwas Neues einzieht, zieht etwas Altes aus. Eine Ausnahme mache ich für Schmuck, den trage ich immer wieder. Momentan bin ich z.B. auf der Suche nach violetten Ohrringen, die Farbe scheint aber gerade nicht besonders in zu sein – bis jetzt war ich nicht erfolgreich.

Was würde in Eurer persönlichen Boutique zu finden sein? Was kauf und tragt Ihr immer wieder?

Interview: Mode, Shopping und Körperbehinderung

Heute möchte ich mich mit einem besonderen Problem befassen. Meine Freundin X. ist von Geburt an Körperbehindert. Früher konnte sie mit Krücken gehen, heute sitzt sie im Rollstuhl. Sie ist eine bewundernswerte Person, die das Beste aus allem macht, aber wie sieht es für sie mit Mode und Shopping aus? X. hat sich bereit erklärt, für diesen Beitrag mit mir über dieses Thema zu sprechen, auch ihr Verlobter Y. ist dabei.

Gnomette: Du hast sicher größere Schwierigkeiten beim Einkaufen von Kleidung generell?

X.: Die eine Seite ist schnell abgehandelt: bei kleinen Geschäften komm ich oft nicht einmal durch die Tür, oder es ist drinnen so eng, dass ich eh gar keinen Platz habe. In großen Läden ist mehr Platz, aber ich kenne keinen einzigen Laden wo ich gut etwas anprobieren kann, außer Jacken, das geht schon. Die Sache ist, dass ich einfach mehr Platz brauche, außerdem brauch ich wesentlich länger als andere. Ich frage also immer, ob es in Ordnung ist, dass ich die Sachen mit nach Hause nehme zum Probieren und gegebenenfalls dann zurückbringen kann. Daher nehme ich die Sachen auch eher größer, weil ich jedesmal, wenn etwas nicht passt, in den Laden zurück muss.

G.: Und die Läden sind da generell kooperativ?

X.: Ja, schon. Bis jetzt hatte ich noch nie Probleme. Aber es ist trotzdem mühsam, wenn auch nur ein Teil zu groß/zu klein ist fahre ich wieder quer durch Wien.

G.: Was ja bei Dir auch viel aufwendiger ist. Und das Verkaufspersonal? Welche Erfahrungen hast Du da gemacht?

X.: Das ist sehr individuell, wenn VerkäuferInnen noch nie mit Rollstuhlfahrern zu tun hatten, merkst Du schon, dass sie komplett überfordert sind. Was mir sehr oft passiert, und was ich lustig finde, ist dass VerkäuferInnen oft die Größe, die ich brauche, viel kleiner einschätzen. Man sieht es einfach nicht. Das Problem ist eher, dass sie zu sehr helfen wollen. Jacken kann ich ja schon im Laden anprobieren, ich hab da, wie jeder Rollstuhlfahrer, meine eigene Technik. Ich zieh die immer allein an, ich muss das ja zu Hause auch können. Da wollen die meisten helfen, aber das macht es für mich sogar eigentlich schwieriger. Generell ist aber bei Bekleidung oft die Passform ein Problem. Das hab ich auch von anderen RollstuhlfahrerInnen schon gehört, dass die Arme und Schultern immer zu eng sind. Und jedes Teil ist hinten zu kurz – durch das Sitzen rutscht alles mit normaler Länge hinten und vorne bei mir hinten hoch, und vorne ist es zu lang.

Die Kleidung müßte halt auch generell viel robuster sein – ich dehne alles viel mehr beim An- und Ausziehen und eben dadurch, dass alles hinten zu kurz ist, ziehe ich hinten ständig alles hinunter und es entstehen sehr schnell so kleine Löcher und die Sachen leiern aus.

G.: Ah, siehst Du, daran hab ich gar nicht gedacht. Eine andere Frage: gibt es eigentlich  Marken, die sich auf solche Bedürfnisse spezialisiert haben?

X.: Also, ich hab es noch nicht ausprobiert, aber ich weiß, es gibt online eine Marke die für Rollstuhlfahrer in Österreich Kleidung machen, aber ich weiß jetzt weder den Namen noch kann ich was näheres dazu sagen. (Anm. Gnomette: ich hab das recherchiert, es handelt sich um www.knallbunt.co.at mit Sitz in Graz; Shops gibt es nur in der Steiermark, aber Bestellung online ist möglich. Die Auswahl an fertigen Sachen ist nicht besonders groß, es wird aber Maßschneiderei bzw. Maßkonfektion angeboten)Was mir sonst noch zu Mode einfällt, ist dass viele Sachen für Rollstuhlfahrer völlig unsinnig sind. Zum Beispiel Muster oder tolle Schnittführungen am Popo oder an der Hüfte sieht niemand, das ist also völlig unnötig.

Y. (deutet auf die Ärmel): Und die Ärmel gehören auch auf der Innenseite verstärkt, durch das Rollern wird das immer sehr schnell abgewetzt.

X.: Ich bin auch immer ganz naß im Winter, weil ich ja immer die nassen Räder weiterbewegen, und die Nähte auf der Innenseite gehen sehr schnell auf.

Y.: Und dazu kommt das Salz. Wir kaufen jedes Jahr neue Handschuhe, das Streusalz macht alles sehr schnell kaputt.

X.: Das geht auch auf meine Haut. Ich merke es dann auch im Gesicht, da kannst Du so oft Hände waschen wie du willst, dann fahr ich mir mit den Händen übers Gesicht, und am Abend krieg ich dann mit, dass ich überall brennende Punkterl hab, weil das Salz von den Händen im Gesicht hab. Da fällt mir noch ein: bei Handschuhen zum Beispiel ist das lustige, ich weiß nicht, ob das bei männlichen Rollstuhlfahrern auch so ist, aber bei weiblichen, von der Länge her brauche ich Medium, von der Breite her Large. Sie sind mir also an den Fingern immer zu lang. Ich hab jetzt zwar Handschuhe gefunden, die wirklich gut sind, weil sie sich durch das Material gut anpassen, aber das hat Jahre gedauert.

G.: Hast Du ein Lieblingsgeschäft in Wien?

X.: Nein, eigentlich nicht. Meistens geh ich ins Donauzentrum, da weiß ich, ich komm überall rein, und ich hab eine verhältnismäßig große Auswahl an Geschäften. Auch aus der Einfachheit heraus, weil ich eben weiß, es gibt viele Geschäfte.

G.: Und wie ist es mit Online-Shopping? Hast Du online schon versucht, was zu kaufen, funktioniert das?

X. (lacht): Ja, hab ich versucht, aber ich hab glaub ich tatsächlich alles zurückgeschickt. Eben, weil bei den Oberarmen und Schultern alles viel zu eng war oder beim Rücken viel zu kurz. Geht also eher nicht gut.

G.: Hast Du ein Lieblingsteil, das Du immer wieder gerne anziehst?

X. (lacht): Ich liebe meinen Poncho! Zuerst hab ich nie Ponchos getragen, weil ich gedacht habe, das ist blöd mit den Reifen,  jetzt hab ich aber einen, der ist so toll, da kann ich mich hinten draufsetzen und hab die volle Armfreiheit.

G.: Tust Du Dir vielleicht bei Accessoires leichter, also Schuhe, Taschen, etc.?

X.: Also Schuhe definitiv, aber einfach von dem her, ich kauf immer eine Nummer größer, dadurch, dass ich nicht gehe, ist das vollkommen wurscht. Lustig ist, dass ich Schuhe habe, die ich seit vier, fünf Jahren jeden Tag trage, und die Sohle ist praktisch wie neu, als hätt ich sie letzte Woche gekauft. Das hör ich sehr oft. Mit Accessoires tu ich mir generell eher schwer, ich hab schon einige Male Ketterl bekommen (deutet auf den Arm) und keines hat länger als eine Woche gehalten, die bleiben in den Reifen hängen. Die sind alle gerissen. Ich trag nur meinen Verlobungsring – der war mir zu groß, jetzt ist er vom Fahren eingedellt, jetzt passt er. Super Sache – eine billige Verkleinerung! (jetzt lachen wir alle) Nägel lackieren wär jetzt vollkommen sinnlos, als Teenager hab ich das manchmal probiert, aber das hält maximal 20 Minuten.

G.: Aber immerhin, Schuhe sind nicht so schwierig.

X.: Ja, außer offene Schuhe, da ist es blöd, weil meine Füße verschieden groß sind. Da brauch ich entweder zwei verschiedene Größen oder ich hab so halboffene Schuhe, da stopf ich beim kleineren Fuß einfach hinten einen Socken rein. Aber sonst ist es nicht schwer Schuhe zu finden, und ich hab sie ja auch immer sehr lange. Bis halt die Nähte aufgehen. Was mir noch einfällt: ein Spezialproblem sind Schuhe mit Absätzen. Die kann ich zwar tragen, ich hab aber dann oft Probleme beim Umsetzen, zum Beispiel am WC. Abendbekleidung ist generell schwierig.

G.: Ohrringe trägst Du glaub ich auch nicht, oder?

X.: Selten. Aber das ist eigentlich kein Problem, außer ich hab so lange, dass ich hängen bleib. Dadurch dass ich halt immer mehr vorgebeugt bin.

Y.: Bei Schmuck und Accessoires wär es halt wichtig, und das gibt es ja auch immer öfter, dass er aus gehärtetem Material gemacht ist. Damit es haltbarer ist, auch Uhren zum Beispiel. Das ist halt auch eine Preisfrage.

X.: Eine Sache fällt mir jetzt noch ein, weil es gerade regnet, von wegen verstärktes Material an den Unterarmen, das wär auch bei den Beinen an der Seite gut. Ich bin eigentlich immer waschelnass, wenn  es regnet.

G.: Was mir noch einfällt: in den Geschäften, mit den Kassen, das funktioniert für Dich? Weil  ich schon einmal gehört habe, dass zum Beispiel Bankomaten, für Körperbehinderte oft zu hoch angebracht sind?

X.: Bankomaten sind oft blöd, das stimmt, aber bei den Kassen funktioniert es, die meisten haben auch so eine Bankomatkassa an einem Kabel, die können sie mir einfach herüber geben. Ich hab einmal von einem Geschäft eine E-MAil bekommen, wo sie damit geworben haben, dass sie jetzt eine barrierefreie Kassa haben, ich hab aber dann für mich den Benefit nicht erkannt (lacht) – ich hab eigentlich nie Probleme gehabt an der Kasse, ich weiß nicht, was jetzt besser dran sein soll.

G.: Du bist ja von Geburt an körperbehindert, früher konntest Du aber auf Krücken gehen, wie Du mir einmal erzählt hast. Hast Du Dir da beim Einkaufen leichter getan? Oder war das vielleicht sogar schwerer, beim Shoppen, oder bei der Passform von Kleidung?

X.: Das ist jetzt eine gute Frage, aber ich kann mich erinnern, ich hatte auch da Probleme, zum Beispiel bei Hosen und Röcken, dass sie hinten immer zu kurz waren. Durch die generell etwas vorgebeugte Körperhaltung. Außerdem waren die Hosen natürlich alle zu lang, die waren immer nass und dreckig.

G.: Und beim Probieren? Konntest Du damals in Geschäften probieren, oder musstest Du auch schon alles mit nach Hause nehmen?

X.: Also, ich konnte es, hab es aber irgendwann aufgegeben, weil mit Krücken bist Du ja immer irgendwie instabil. Da ist es in einer Garderobe dann auch sehr schwierig, wenn Du nicht gscheit sitzen kannst. Du brauchst aber die Krücken, um stabil zu sein, da ist dann oft nicht genug Platz. Außerdem kann ich mich ja nicht mit einer Krücke halten und die andere zum Anziehen verwenden.

Y.: Was ich toll finden würde, wär wenn man bei Bekleidung generell mehr zuerst über diese praktischen Sachen nachdenkt, die sollen aber trotzdem gut aussehen. Zum Beispiel eben mit den Hosen, die bei X. im regen immer bis oben hin nass werden. Es gibt ja Materialien, die aussehen wie Jeansstoff, aber wasserabweisend sind. Für Motorradfahrer zum Beispiel. Man könnte ja prinzipiell Kleidung machen, die komplett wasserabweisend ist, die aber nicht wie Trekkingbekleidung oder so aussieht. Das ist wahrscheinlich aber eine Kostenfrage.

G.: Das ist generell wahrscheinlich machbar, wäre wirklich interessant, wie das preislich ausschauen würde.

Y.: Es gibt ja schon dieses chemische Zeug zum Imprägnieren, aber da leidet halt oft auch das Material darunter, das ist ja oft ziemlich aggressiv. Aber allein schon eine wasserfeste Hose, die aber ausschaut wie eine Jeans wäre eine super Sache. Einfach so gemacht, dass es unaffälig ist, und nicht wie Trekkingbekleidung oder überhaupt Sportbekleidung aussieht.

G.: Das wär generell für jeden interessant, ich mag ja auch keine Regenschirme, weil sie in der Stadt immer im Weg sind. Ich hab ja Regenjacken mit Kapuzen, das geht, aber die Hosen sind immer Waschelnass.

X.: Ich war ja kürzlich in Dublin, da haben sie mir bei Regen Motorrad-Hosen angeboten, da ist mir jetzt wieder eingefallen, worauf auch keiner achtet: ein Rollstuhlfahrer zieht sich anders an, als ein stehender Mensch. Bei so einer Motorradhose brauch  ich wahrscheinlich 40 Minuten, bis ich da drin bin, und genauso lang, bis ich wieder draussen bin. Und stell Dir vor, ich muss aufs WC (lacht) – dann kann ich von vorne anfangen. Und das ist ja beim normalen Gwand auch so. Ich rutsch ja ganz nach vor, und so ähnlich zieht sich jeder Rollstuhlfahrer an, obwohl jeder seine eigene Technik hat, damit die Füße am Boden sind, und dann ist die Sache, ich hab nur eine Hand frei. Mit der anderen muss ich mich ja abstützen. Ich muss also mehr oder weniger die eine Seite hochziehen, dann setz ich mich um und mach die andere Seite. Und da ist bei manchen Hosen das Problem dass ich sie gar nicht richtig erwischen kann. Für einen Rollstuhlfahrer wär es super, wenn man innen eine längere Schlaufe oder so anbringen könnte, damit mir die zweite Seite nicht entwischt. Ich seh ja oft gar nicht genau, wo ich hingreifen muss, ich muss mir die zweite Seite blind ertasten, und hochziehen. Und da ist es dann so, dass ich die zweite Seite sehr schwer erwische, oder, was mir auch oft passiert, dass ich das Teil dann anhabe, und es sitzt kompett schief. Das verdreht sich durch die Art des raufziehens nach allen Richtungen. Das spür ich aber nicht und sehe es erst, wenn ich glaub dass ich fertig bin. Wenn ich dann wieder richtig sitze, also eigentlich zu spät (lacht). Strumpfhosen zum Beispiel sind bei mir auch die Hölle, ich muss ja irgendwo reingreifen zum Hochziehen, die sind also immer oben recht schnell zerrissen. Unten hab ich dafür nie Laufmaschen. Es gibt keine Möglichkeit sich sanft anzuziehen im Rollstuhl.

G.: Wäre es für Dich vielleicht praktischer, bei einer Hose den Reißverschluss an der Seite zu haben, so einen durchgehenden vielleicht? Oder zum mittig Raufziehen und links und rechts zuzippen?

X.: Das glaub ich nicht, weil da müßt ich ja den unteren Teil auf den Rollstuhl legen und mich drauf setzen, und das würde auch nicht so einfach gehen. Da würd ich wahrscheinlich nie mittig draufsitzen. Auch wenn es nur einseitg wäre, das Einfädeln unten hätt ich ja trotzdem. Außerdem könnt ich ja mit einer Hand den Reißverschluß unten nicht einfädeln.

G.: Stimmt. Das ideale Kleidungsstück für Dich wär wahrscheinlich der Kaftan (lacht). Also ein wetterabweisender Wollkaftan der wasserundruchlässig ist

X.: Ja! (X. und Y. lachen auch)

G.: Jetzt hab ich wieder Dinge gelernt, an die ich noch nie im Leben gedacht hab. Schon gar nicht während meiner Ausbildung für Mode- und Bekleidungstechnik, das war leider nie ein Thema. Macht Dir generell Mode eigentlich Spass, oder ist das eher etwas, was so nebenher läuft, weil man halt was Anziehen muss?

X. (lacht): Es ist eher so nebenher. Ich hab keine Abneigung oder so, aber ich hab mich noch nie so besonders damit befaßt, wahrscheinlich aber auch  deswegen, weil es halt für mich Gewohnheit ist, einfach das zu nehmen, was am Praktischsten ist. Aus dem heraus hat es so einen neutralen Stellenwert für mich.

G.: Vielen Dank für das Gespräch!

 

Styling – Aussehen – Look: warum legen wir so viel Wert darauf?

Weil wir können

Der Mensch ist das Lebewesen, das über sein Äußeres bestimmen kann. Er/Sie/Es kann bewußte Entscheidungen darüber treffen, wann er/sie/es was verwenden möchte, um seine Optik zu gestalten, um möglichst vorteilhaft auszusehen – für sich selbst oder für das Auge des Betrachters.

Weil wir uns gegenseitig betrachten und dabei bewerten

Was auch immer wir an einem bestimmten Tag entscheiden anzuziehen hat, sobald wir die Wohnung verlassen, eine Außenwirkung. Andere sehen und beobachten uns und ziehen aus unserer Kleidung bzw. aus unserer Gesamterscheinung (Haltung, Körpersprache, Stimmfarbe, etc. …) Rückschlüsse darauf, wer wir den sind – ob uns das nun gefällt oder auch nicht.

Sie schließen auf unseren soziale Stellung, auf unseren finanziellen Status, auf unsere Gesinnung, also praktisch alles Mögliche und Unmögliche. Diese (bewussten oder unbewussten) Rückschlüsse beruhen auf einer Art gesellschaftlichen Übereinkunft, auf sozial erlernten Erfahrungswerten (ich will es hier einmal so bezeichnen), die wir unbewusst von Kindesbeinen an beobachten und erfahren und daher ständig bei der Betrachtung und Bewertung unseres Gegenübers anwenden.

Die Kleidung und die dazu gewählten Accessoires sind also alles andere als unwichtig, sondern ein essentieller Bestandteil unserer täglichen Interaktion mit anderen Menschen, mit unserem Umfeld. Sie transportieren eine Botschaft, und wir sollen uns bewußt machen, welche Botschaft wir selbts eigentlich ständig mit uns herumtragen.

Weil wir darin auch eine kreative Ausdrucksmöglichkeit sehen

Die Tatsache, dass wir uns (zumindest in unseren Breiten 🙂 ) bekleiden müssen, um in der Öffentlichkeit aufzutreten, und dass wir anhand unserer Optik betrachtet und bewertet werden, ganz unwilkürlich, ob wir das nun wollen oder nicht, gibt uns aber die Möglichkeit, diesen Umstand bewusst mit einzukalkulieren. Wir können absichtlich und bewusst gesteuert ein Image kreieren, wir können in der Öffentlichkeit und in userem sozialen Umfeld jederzeit gezielt so auftreten, wie wir wahrgenommen werden wollen. Wir können meister unserer Erscheinung werden und uns als ganze Persönlichkeit authentisch ausdrücken. Nein, wir können nicht nur, wir sollen sogar! Es macht Spass!

Internationale Fachkonferenz der Farb- Stil- und ImageberaterInnen in Wien

Was macht Gnomette am Wochenende? Genau, arbeiten :-).

Am Samstag, den 7.10.2017, war es soweit: im Hotel Falkensteiner Margareten ging die 4. Internationale Fachkonferenz der Farb- Stil- und Imageberater des in Wien ansässigen Verband für Imageberatung über die Bühne.

Die Veranstaltung war sehr gut besucht und schon beim Kaffee vor Konferenzbeginn machte sich allgemein gute Laune breit, die Programmgestaltung versprach einen interessanten Tag. Nach der Begrüßung durch die Verbandspräsidentin, Eva Köck-Eripek, ging es auch gleich mit dem ersten spannenden Beitrag los: Marco Valenzuela, der aus Kolumbien stammende Designer von Tiberius Vienna, erzählte, wie er nach und nach den Fetish Fashion Store Tiberius zu einer Marke für Business- und Abendmode entwickelte. Danach sprach Bernhard Roetzel, er gilt als DER Stilexperte im deutschsprachigen Raum, sehr anschaulich über die Zukunft der Herrenbekleidung – Krawatte oder Kapuzenpulli, das war hier die Frage (es stellte sich heraus: irgendwie beides)

Nach einem schönen Lunch mit viel Gelegenheit für Gespräche unter Kollegen ging es am Nachmittag mit Workshops zu den Themen “Die Sprache der Mimik lesen”, mit Michaela Keller, und “Kunden finden – Kunden binden”, mit Dr. Kasia Greco, weiter.

Es war für mich eine große Freude, so viele Mode- und Stilbegeisterte zu treffen, mich mit Ihnen austauschen zu können, und so viele neue Aspekte der Stil und Imageberatung kennen zu lernen. Besonders das Thema Herrenmode und Herrenbekleidung hat mich angesprochen. Das breite Spektrum, das uns Bernhard Roetzel in einem Vortrag gezeigt hat, reichte vom Hipster über den “Herrn von Eden” Angelo Jensen bis zu den klassischen Herrenschneidern der Savile Row in London und von Neapel.

Alles in allem hatte ich einen spannenden und inspirationsreichen Tag bei der Fachkonferenz und freue mich auf die nächste Veranstaltung!

 

Schmuck – mein Lieblingsspielzeug

Was wäre Mode ohne die dazugehörigen Accessoires – einfach nur halb so lustig. Die meisten Looks leben nicht nur vom Kleidungsstück allein, sondern vielmehr vom Beiwerk, vom Rundherum, das der ganzen Sache die individuelle Note gibt. Die meisten von uns kaufen beim holländischen Designer “Van der Stange” (ja, ja, sehr witzig, ich weiß) und die Möglichkeiten sind dort nun einmal auf das gerade Angebotene beschränkt. Die Chance, dass etwa 1000 andere Frauen in Wien das gleiche Kleid besitzen wie ich, ist also ziemlich groß. Aber trotzdem schaut das gleiche Kleid bei jeder von uns ein bisschen anders aus – warum? Weil wir unterschiedliche Accessoires einsetzen und unterschiedlich kombinieren. Das gleiche Kleid wirkt völlig anders, wenn man es mit Sneakers oder Pumps trägt, wenn man eine Stola dazu verwendet oder eben diverse Schmuckstücke. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Und selbst wenn 2 Frauen Schmuck zum selben Kleid tragen sehen sie nicht gleich aus. Die eine hat vielleicht eine Vorliebe für klassische Teile, bei denen das Kleid im Vordergrund bleibt. Die andere trägt vielleicht zum selben Kleid nur eine einzige, Überdimensionale Brosche, möglciherweise nicht am Halsausschnitt sondern in der Taille oder am Ärmel, die so spektakulär ist, dass das Kleid in den Hintergrund tritt und diese Brosche der Hauptakteur wird. Ihr seht, was ich meine? Die Möglichkeiten sind unendlich.

Deswegen ist (Mode)Schmuck mein Lieblingsaccessoire, mein Lieblingsspielzeug. Ich besitze eine ganze Menge davon und ich trenne mich nur ganz selten von einem Teil. Die Lieblingsteile ändern sich, das was ich gerade mag und trage wird regelmäßig ausgetauscht, der Fundus bei jedem Saisonwechsel durchforstet, um meinen Look – der hauptsächlich von Accessoires und hier wiederum von Schmuck lebt – zu aktualisieren, ohne viel Geld dafür auszugeben.

Darum zeige ich Euch heute ein paar von meinen Lieblingsstücken – nur eine kleine Auswahl:

 

Offenes Atelier bei Sepp Pircher

Gestern, am 28.05.2017, war es soweit – die steirischen Künstler öffneten Ihre Ateliers, so auch der Maler Sepp Pircher in Knittelfeld.

Die aktuelle Werkschau war bei prachtvollem Wetter im Garten aufgebaut, zahlreiche Freunde und neugierige Besucher kamen um die Bilder zu sehen und um sich mit Sepp Pircher über sein künstlerisches Schaffen zu unterhalten. Für Speis und Trank war gesorgt, einige Werke wechselten den Besitzer und man unterhielt sich ausgezeichnet – ein gelungener Tag für Künstler und Besucher.

Wer den Maler  persönlich kennen lernen will, hat dazu noch heuer Gelegenheit: Sepp Pircher wird beim Hafen Openair 2017, am 19. und 20. August im Alberner Hafen in Wien, einige seiner Werke präsentieren und das Programm mit einem Kunstevent zum Mitmachen bereichern.

Hier noch ein paar Bilder vom offenen Atelier:

folgende Bilder (c) Hombre ElPircherro:

I N S P I R A T I O N S F R E I E Z O N E

Ich ernenne Wien hiermit zur Inspirationsfreien Zone – es tut sich nix, koit is a no immer und überhaupt geht nix weiter.

Das muss sich zwar ab sofort ändern, aber ich stelle fest, dass es derzeit nicht nur mir so geht. In meinem gesamten Umfeld dümpelt es nur so vor sich hin – um nicht zu sagen, es sumpft. Und zwar gewaltig.

Woran liegt´s? Am Wetter, am Vollmond oder rotiert der Saturn gerade in die verkehrte Richtung? Ich habe keine Ahnung, aber die Auswirkungen sind langsam beängstigend. Wir hängen lustlos in unseren Wohnungen auf den Sofas herum und lassen uns von unseren Katzen trösten. Ist auch nicht schlecht, wirklich nicht, aber ist das eine Dauerlösung? Ja – Nein – Weiß nicht – Hab Hunger   –   bitte kreuzen Sie an. Kreuzstichstickereien werden nur in Ausnahmefällen akzeptiert, wenn sie zwei Wochen vorher schriftlich angemeldet worden sind und in neonvioletter Farbe ausgeführt wurden.

Ein horizonterweiterndes, philosophisches Gespräch mit meinem Kater hat ergeben, dass die Situation für ihn ausgesprochen angenehm ist. Er liegt nicht allein auf dem Sofa und hat praktisch rund um die Uhr Gesellschaft. Sein Futter ist pünktlich im Napf und es ist jederzeit jemand verfügbar, der ihn zwischen den Ohren krault. Also aus kätzischer Sicht einfach ideal. Ein horizonterweiterndes, philosophisches Gespräch mit einer guten Freundin dagegen hat ergeben, dass sie keinen Kater besitzt, daher gesellschaftsfrei auf dem Sofa liegt und trotzdem nicht wirklich hochkommt. Interessant. Bedeutet das nun, dass sie einen Kater braucht, oder sollen wir die Situation so interpretieren, dass wir uns von unseren Sofas und anderen Lagerstätten wieder aufmachen sollten, und uns endlich wieder zu irgendetwas anderem durchringen, als nur herum zu liegen und zu warten. Völlig inspirationsfrei, natürlich.

Sagen wir, es handelt sich um letzteres. Also: auf zur Inspiration, sie kommt nicht von allein zu Mir oder zu Dir nach Hause.

 

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Lustig war es – Fotoshooting mit Tenebraes Vagantes

Am 14.04. hatte das Wetter endlich ein einsehen – und es war soweit, ich war engagiert für ein Fotoshooting mit Tenebraes Vagantes im Prater. Dank der Make-Up Artistin Irina Chiara waren die Burschen bei meiner Ankunft schon vorzeigbar und fotogerecht gestylt, wir konnten sofort loslegen. Innerhalb von etwa 2 Stunden sind viele schöne Bilder entstanden, und ein dazugehöriges Making-Of Video von Roddy McCorley, das auch gleich als Kostprobe für ihre Musik mit dem Tenebraes Vagantes-Song “Lästerzungen” unterlegt ist.

Tenebraes Vagantes sind eine neue Formation aus Wien, die es sich zum Ziel gesetzt haben Retro-Pop unters Volk zu bringen – wir werden noch viel von Ihnen hören!

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Das Musikerkollektiv

Der Verein Musikerkollektiv besteht seit Ende 2010. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, leistbare Proberäume für junge Musiker in Wien zur Verfügung zu stellen. Derzeit gibt es zwei Proberäume im 3.  und einen im 6. Wiener Gemeindebezirk. Im dritten Bezirk ist es auf Anfrage auch möglich, das professionelle Aufnahmestudio des Vereins zu nutzen. Alle Einnahmen aus Proberaumvermietung und Aufnahmestudio gehen wieder in neues Musikequipment und andere professionelle Ausstattung für den Verein und kommen damit ausschließlich den Mitgliedern zugute.

Die Proberäume werde überwiegend von jungen Wiener Musikschaffenden und ihren Bands genutzt, am Vormittag und am Nachmittag sind die Räume stark vergünstigt zu benützen. Dieses Angebot wird vor allem auch gerne von Musikstudenten angenommen, die zu Hause mit ihrem Instrument nicht immer üben können. Die Räume sind jedoch nicht stundenweise, sondern nur langfristig bzw. regelmäßig zu haben.

Ab Sommer/Herbst 2017 will der Musikerkollektiv auch Booking und Beratung bei Pressearbeit und beim Imageaufbau für Bands zu für Euch machbaren Konditionen anbieten – die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren.

Interessierte Musiker und Bands sind herzlich eingeladen, sich die Proberäume live und in Farbe anzusehen und sich nach möglichen Terminen zu erkundigen: schreibt einfach ein Mail an musikerkollektiv@gmx.at um einen Termin auszumachen.

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